Kochsalz

Welche Ernährungsempfehlungen werden derzeit ausgesprochen ?

Das Thema Kochsalzaufnahme und Bluthochdruck wird immernoch außerordentlich heftig auch unter Experten diskutiert. Das Problem ist, daß wahrscheinlich nur 10% der Betroffenen “salzempfindlich” sind. Da es aber unmöglich ist dies immer zu testen, ist es sinnvoll eine generelle Ernährungempfehlung zu geben, welche je nach der Zahl der Risiken und Krankheiten eines Betroffenen sehr viel mehr oder eben  weniger beachtet werden sollten bzw. müssen.
Generell gilt für alle in Deutschland, daß zu viel Salz verzehrt wird.
Eine sinnvolle Ernährungsmenge für den täglichen Kochsalzbedarf liegt bei ca. 6 g Kochsalz am Tag ( etwa ein Teelöffel ). Diese Menge schliesst die
GESAMTE Kochsalzaufnahme aus allen Nahrungsmitteln des Tages mit ein !
Kochsalz besteht aus Natrium ( Na+) und Chlorid (Cl-).
Für den Körper ist die Natriumaufnahme der entscheidende Faktor.
6g NaCl entsprechen ca. 2,4 g ( 2400 mg) Natrium  ( siehe Etikett auf den Sprudelflaschen!)
Es hat sich gezeigt, daß eine Natriumaufnahme von nur  ca. 1500 mg /Tag mit einer besseren Blutdruckeinstellung (mit und ohne Medikamente)verbunden ist.
Wichtig ist tatsächlich der Blick auf das Etikett des Mineralwassers für Herzkranke und Bluthochdruckkranke. So enthält z.B. Hirschquelle einen sehr hohen Salzgehalt und z.B. Ensinger einen eher niedrigen “Salz”-gehalt, will meinen Natriumanteil. (2002)

Salzaufnahme und Linksventrikuläre Masse

Raff, U. et al: Patienten mit einer therapieresistenten Hypertonie hatten eine Salzaufnahme über 11 g/ Tag. Es zeigte sich , daß die zu hohe Salzaufnahme ein eigenständiger Risikofaktor – unabhängig vom Blutdruck – für eine Zunahme der Li. ventrikulären Hypertrophie ist . ( Poster Hypertonie 2010 Berlin V36 S.145 Abstract)