Insulin

Insulinspiegel – Ein weiterer Risikofaktor für die Hypertonie, Arteriosklerose und Schlaganfall

Seattle (dk) – Nicht nur Blutdruck, Cholesterin und Co lassen das kardiovaskuläre Risiko emporschnellen. Auch der Insulinspiegel im Serum verdient den Titel ” Risikofaktor”. Der Insulinspiegel korreliert(hängt zusammen)  stark mit Body-Mass-Index, HDL- und Triglycerid-Spiegel sowie dem Blutdruck. Außerdem wird er durch hormonelle Störungen wie Diabetes mellitus, Cushing-Syndrom, Hypopituitarismus und Insulinome, durch orale Kontrazeptiva(Anti baby Pille) und exogene (von außen) Insulinzufuhr beeinflusst. Aber auch abgesehen von dieser Verquickung haben mehrere teilweise prospektive (in die Zukunft gerichtet) Untersuchungen  in den vergangenen 30 Jahren wiederholt belegt, dass man einen erhöhten Insulinspiegel auch für sich genommen als unabhängigen Risikofaktor kardiovaskulärer Erkrankungen betrachten muss. Dies referiert Prof. Dr. Bruce Gardner vom Swedish Hospital `Medical Center in Seattle, Washington ( MEdscape Primary Care 1/2003).
Risikofaktoren stets im Zusammenspiel werten: So waren beispielsweise nichtdiabetische Patienten mit erhöhtem Proinsulin-Level, der inaktiven  Vorstufe des Insulins, unabhängig von den weiteren Risikofaktoren ungefähr dreimal stärker Apoplex gefährdet als Menschen mit normalem Proinsulinwert. Allerdings ist dieser Zusammenhang bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Aus Ärztlicher Praxis Nr. 32. 22.April 2003.