Herzinfarkt

Was ist ein Herzinfarkt?

Es handelt sich beim Herzinfarkt um den Verschluß  eines Herzkranzgefäßes durch einen Thrombus (Blutgerinnsel) oder um eine anderweitige Unterbindung der Blutzufuhr.  Ein Herzinfarkt kann zum plötzlichen Tod führen(Herzschlag); Bei richtiger Behandlung erholt sich der Patient, und je jünger er ist, desto besser ist die Lebenserwartung. Obwohl der Herzinfarkt plötzlich auftritt, hat sich das Grundleiden, die “Verkalkung” der Herzkranzgefäße, meistens über Jahre entwickelt. Bei der Arterienverkalkung wird die Innenwand der Arterie dicker und rauh. Infolgedessen können sich plötzlich Blutgerinnsel bilden. Die Behandlungdes Herzinfarktes besteht zunächst in strenger Bettruhe. Außerdem  werden Medikamente gegeben, die das Gerinnsel auflösen können und es wird, wenn möglich mit einem Herzkatheter versucht das verschlossene Gefäß wieder zu öffen ( Ballonkatheter mit oder ohne Stenteinlage).
Die Langzeitfolge für den Patienten ist wesentlich davon abhängig wie ausgedehnt der nicht durchblutete Herzmuskelbereich war  und wie rasch die Durchblutung wiederhergestellt werden konnte und ob der Patient anschliessend sich an die arztlichen Verordnungen  und Empfehlungen hält.

Herzinfarkt und Genetische Veranlagung?

Neue Gene erklären den Herzinfarkt
Montag, 9. Februar 2009
Boston/Paris/Lübeck – Die bei manchen Herzinfarkt-Patienten beobachtete positive Familienanamnese kann vielfältige genetische Ursachen haben, die mit drei Genen in Verbindung stehen, wie eine Publikation in Nature Genetics zeigt – mit neuen Einsichten in die Pathogenese, aber wenig Aussichten auf einen auf breiter Ebene anwendbaren Gentest.

Neben den „traditionellen“ Risikofaktoren wie Alter, arterielle Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Rauchen und Übergewicht gibt es auch eine genetische Prädisposition auf den Herzinfarkt. Sie ist häufig bei Patienten vorhanden, die in relativ jungem Alter (Männer unter 50, Frauen unter 60 Jahre) erkranken und bei denen häufig mehrere Familienmitglieder betroffen sind.

Die dafür verantwortlichen Gene versuchen Genforscher in sogenannten genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) aufzuspüren. Dabei werden die Gene von betroffenen Personen, hier Menschen mit frühem Herzinfarkt, und Gesunden verglichen.

Die Suche konzentriert sich auf eine steigende Zahl von bekannten Einzelnukleotid-Polymorphismen (single nucleotide polymorphism, SNP), deren Varianten sich manchmal bestimmten Krankheiten zuordnen lassen.

Eine erste Variante (PCSK9) wurde bereits 2003 entdeckt. Das Gen spielt eine Rolle im Cholesterinstoffwechsel. Mutationen gehen mit einer familiären Hypercholesterinämie einher. Eine Reihe weiterer Risikogene wurde vor zwei Jahren von einem internationalen Forscherteam um Heribert Schunkert von der Universität Lübeck beschrieben (NEJM 2007; 357: 443-53).