Fibrinogen und kardiovaskuläres Risiko

Die Fibrinogenkonzentration ist ein unabhängiger Risikoprädiktor ( Vorhersagewert), sodass sie zur Abschätzung des individuellen kardiovaskulären Risikos in die Basisuntersuchung integriert werde sollte. Zur Erfassung des Risikos ist wg. der großen Streubreite die Mehrfachmessung der Fibrinogenkonzentration notwendig.
Vor allem das Rauchen verschlechtert die Fließeigenschaften von Blut und Plasma durch die Erhöhung der Fibrinogenkonzentration und der Plasmaviskosität erheblich. Nach Beendigung des Nikotionkonsumes kommt es wieder zur Normalisierung der veränderten Werte. Auch eine geringfügige Verbesserung lässt sich über eine Gewichtsreduktion und eine vermehrte körperliche Aktivität erzielen.
Eine medikamentöse Senkung der Fibrinogenkonzentration lässt sich mit einem Fibrat oder mit Ticlopidin erreichen.
Die größte Senkung der Fibrinogenkonzentration wird mit Bezafibrat erreicht.
(intern. Praxis 42,239-244(2002) C.Ott0