Fibrinogen als Risikoprädiktor

Die Fibrinogenkonzentration ist ein unabhängiger Risikovorhersagewert  – (prädiktor).
Eine hohe Fibrinogenkonzentration, welche zu ihrer Bestätigung mehrfach erhöht gemessen worden sein sollte, muss immer im Zusammenhang mit dem übrigen Risikoprofil von bekannten und bewährten Risikofaktoren wie Blutfette, Bluthochdruck,
Diabetes mellitus und Familienvorgeschichte bewertet werden.
Erhöhtes Fibrinogen gehört (noch?) nicht zu den Risikofaktoren, da es bislang noch nicht gelungen ist nachzuweisen, daß eine Senkung des Fibrinogens auch zu einer Minderung an Erkrankungen von Schlaganfall, Herzinfarkt u./o. anderen Gefäßkrankheiten führt.
Sicher nachgewiesen ist aber in mehreren Studien ein bis zum dreifachen erhöhtes Risiko z.B. an Herzinfarkt zu erkranken, wenn krankhaft erhöhte Werte vorliegen. (Caerphilly- und Speedwell-Studien Eur Heart j 1996;17:1814-1820)
Erhöhtes Fibrinogen verschlechtert die Fließeigenschaften des Blutes.
Verbesserungen können erreicht werden durch die Beedigung des Nikotinkonsumes, welcher zu einer Fibrinogenerhöhung führt.
Therapeutisch eingesetzt werden auch sog. Fibrate, insbesondere Bezafibrat und Fenofibrat. Gemfibrozil soll keine Änderung  bewirken. Auch Ticlopidin kann eingesetzt werden. Nur bei sehr schweren Störungen kommen der Dialyse ähnliche Verfahren zur
Anwendung ( LDL – Apherese und HELP)