Diuretika

Sind diese Arzneimittel gut für die Blutdruckeinstellung?

Grundsätzlich gehören diese Arzneimittel zu den ältesten und bewährten Arzneimitteln in der Hochdruckbehandlung. Diese Gruppe kann in viele Einzelgruppen unterteilt werden. Bewährt haben sich in der Vergangenheit v.a. die Kalium sparenden Diuretika, welche besonders gut verträglich sind. Diese Arzneimittelgruppe hat gezeigt, daß unter der Behandlung nicht nur der Blutdruck sondern auch die Häufigkeit von Schlaganfällen zurückgegangen ist.
Die oben gemachten Ausführungen wurden durch eine neue wissenschaftliche Studie eindrucksvoll bestätigt.
In der ALLHAT Studie (s.dort) wurde 2002 gezeigt, daß das Diuretikum
Chlorthalidon besonders günstige Wirkungen in der Langzeitanwendung bei hohem Blutdruck hat. Das Diuretikum hat sich den neueren Arzneistoffen wie Lisinopril und Amoldipin ( Norvasc ) überlegen gezeigt.

Ist es nicht besser statt Wassertabletten Brennesseltee zu trinken?

Immer mehr Untersuchungen weisen darauf hin, daß etwa 40 Prozent der Fälle von schwerer Hirnleistungsstörung ( Demenz) eine Ursache auf dem Gebiet der Gefäßkrankheiten zu finden ist.  Es gibt Hinweise dafür, daß bei dementen (hirnleistungsgestörten) Patienten bei Blutdruckzielwerten von etwa 140/90 die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, die Gedächtnisleistung und die Wahrnehmungsfähigkeit verbessert ist.

Wie wirken Diuretika ?

Diuretika werden oft auch als “Wassertabletten” bezeichnet, weil ihre Wirkung an der Niere zur vermehrten Wasser- und
Kochsalzausscheidung führt. Dadurch kommt es zur Verminderung des Wassers im Blut und zur Verminderung der
Gesamtwasser- und Kochsalzmenge des Körpers. Damit lässt sich eine Absenkung des Blutdruckes erreichen.
Es gibt viele verschiedene Wirktypen. Die Hauptvertreter sind Hydrochlorothiazid, Furosemid, Triamteren und Amilorid (u.v.a.m.)
Es handelt sich um sehr gut verträgliche Medikamente, welche sehr häufig in Kombination mit anderen Bluthochdruckmitteln
eingesetzt werden.

Diuretika / Thiazide und Nebenwirkungen

Eine seltene aber wichtige Nebenwirkung von sog. Thiaziden z.B. Hydrochlorothiazid ( HCT) ist die Verarmung des Organismus an Natrium und Chlorid.
Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der sog. Elektrolyte angezeigt.
Der Kochsalzmangel kann sich in zentralnervösen Erscheinungen äußern wie
Kopfschmerzen, Sehstörungen und “Schwindel”. Diese Störungen können das Bild einer schweren psychischen Störung nachahmen gel. auch unter dem Bild eines Delir erscheinen. (2007)

 

Reference: Diuretika