CRP sensitives

Ein neuer Test für das Herzinfarkt-Risiko?

CRP = C-reaktives Protein (Ähnlich wie Blutsenkungsgeschwindigkeit, aber reagiert empfindlicher und schneller auf
Entzündungen im Körper)

Das C-reaktive Protein (CRP), Marker der Akuten Phasen-Reaktion, hat sich in den letzten Jahren auch für die Prognose(Vorhersage)
desHerzinfarkts etabliert.
Als Gründe für eine konstante leichte CRP-Erhöhung bei Infarkt-gefährdeten Patienten werden vermutet:
– chronische Entzündungen der Intima (Gefäßinnenwand) im Bereich der artherosklerotischen Plaques.(Gefäßwandverkalkungen)
– direkte Korrelation(Wechselbeziehung) mit dem Ausmaß dieser Entzündungen und der damit verbundenen Ruptur((Riß/Bruch-)gefahr.
– Bildung unlöslicher Aggregate(Verbindungen) von CRP mit LDL und VLDL (proatherogene Wirkung – arteriosklerosebeschleunigend)
– Aktivierung des Komplementsystems durch CRP (proinflammatorische Wirkung).
– Stimulierung der Bildung von Gewebsthromboplastin durch CRP (prokoagulatorische Wirkung -gerinnungsverstärkend).
Die CRP-Erhöhung ist somit nicht nur Folge, sondern teilweise auch Ursache eines erhöhten Infarktrisikos. Vorausgesetzt, dass das
CRP nicht durch Entzündungen anderer Ursachen, z.B. Infektion, Trauma, Kollagenosen, beeinflusst wird, gilt folgendes:

CRP-Werte über 2,5 mg/l sind mit dem 2-3-afchen Herzinfarktrisiko verbunden im Vergleich zu CRP-Werten < 2,0 mg/l.
Oktober 2002.
Wichtig ist bei der Beurteilung, daß die Blutentnahme erst ca. 2 Wochen nach akuten Erkrankungen abgenommen wurde. Vor einer
prophylaktischen (vorsorglichen) Behandlung ist die mehrfache Bestätigung sinnvoll.
Als Medikament zur Absenkung der CRP wird die Behandlung mit einem Statin vorgeschlagen.
Entsprechend der heutigen Datenlage wäre am ehesten Simvastatin zu empfehlen. Ggf . noch eine geringe zusätzliche ASS
Medikation überlegenswert.

CRP und Statintherapie

C-reaktives Protein (CRP),ein in der Leber als Antwort auf proinflammatorische Zytokine synthetisiertes Akutphaseprotein,gilt als klinischer Marker für eine Entzündung (10). Seine Serumkonzentration korreliert nicht nur positiv mit dem KHK-Risiko (50), sondern auch mit dem für Myokardinfarkte, apoplektische Insulte, plötzlichen Herztod und Erkrankungen der peripheren Gefäße wohl in der CARE-(77) als auch AFCAPS/Tex-CAPS-Studie (23) zeigte sich nach der Gabe von Statin eine signifikante geringere Konzentration von CRP, die auch mit einer geringeren kardiovaskulären Ereignisse einherging und eine aktuelle Datenbankanalyse bestätigt eine sigifikante Beeinflussung der CRP-Serumkonzentration durch Statine. Aus: Deutsches Ärzteblatt/ Jg101/Heft6/6.Februar 2004.

Reference: CRP sensitives