BNP und Herzschwäche

Welche Bedeutung hat die Messung dieses Wertes?

BNP (“Brain natiuretic peptide”) ist ein Hormon, das-entgegen seiner Bezeichnung-nicht im Gehirn, sondern in den Herzkammern gebildet wird.Er-
höhter Stress innerhalb der Ventrikelwand, z.B. bei Infarkt bzw. bei akuter oder chronischer Volumenbelastung, führt zu erhöhter Ausschüttung dieses Hormons, welches dann diuretisch, natiuretisch und vasodilatatorisch
wirkt.Aufgrund seiner hohen Sensivität, Spezifität und guten Korrelation mit dem Ausmaß der volumenbelastung hat sich das BNP für folgende Indikationen etbliert:
-Diagnose bzw. Ausschluss einer Herzinsuffizienz
-Diagnostische Abklärung der Belastungsdyspnoe – DD Lungenerkr./Herzinsuff.
-Screening asymptomatischer Risikopatienten, z.B. Hypertoniker,
Diabetiker, daher auch als IGEL-Leistung möglich
-Prognose der Mortlität einer Herzinsuffizienz anhand der Höhe des
BNP-Spiegels, und zwar auch während bzw. nach Herzinfarkt sowie im Rahmen
der Therapiekontrolle
Deshalb sollte bei Infarkt-Verdacht nicht nur Troponin I, sondern auch BNP
bestimmt werden.

Wegen höherer Immunogenität wird routinemmäßig der Vorläufer pro-BNP
gemessen, dessen Plasmaspiegel sich proportional zu dem der physiologisch
aktiven Form verhält.

Material: 1-2 ml abgetrenntes EDTA-PLASMA ( 10 ml. EDTA Monovetten)

Blutentnahme: liegender Patient – möglichst nach 15-20 min. Liegen – da Antagonist zu Renin-Aldosteron.

Versand: außer an tropisch-heißen Tagen mit dem normalen Laborboten.

Labor Dr med. Rurainski u Partner
12/2002

Reference: BNP und Herzschwäche