Bluthochdruck und Schlafapnoe

Wann könnte ein erhöhter Blutdruck durch Schlafapnoe verursacht sein ?

An eine Verbindung von Bluthochdruck mit einer Schlafapnoe ( nächtliche Atemhemmung mit starkem Abfall des Blutsauerstoffgehaltes )sollte besonders bei folgenden Umständen gedacht werden: Wenn Patienten :
a.)als Non-Dipper in der 24-h-Blutdruckmessung auffallen: bei Patienten bei welchen der Blutdruck nachts nicht sinkt. Je größer die Abweichung von der normalen Bludruckkurve ist, desto ausgeprägter ist vermutlich die schlafbezogene Atemstörung.
b.)indirekte Zeichen einer Sympathikusaktivierung haben, also eine hohe Herzfrequenz in Ruhe und einen hohen Pulsdruck. Sie reagieren bei einer Schlafapnoe-Therapie mit einer besonders starken Blutdrucksenkung.
c.)auf eine blutdrucksenkende Therapie schlecht ansprechen. So haben 61 % der Patienten, bei denen selbst eine intensive Therapie (drei Antihypertensiva plus Diuretikum, in maximaler Dosierung) nicht wirkt, eine Schlafapnoe.
d.)wegen einer Depression behandelt werden und über unerklärliche Müdigkeit klagen. Denn dann ist die Rate einer Schlafapnoe erhöht.
Patienten mit diesen Merkmalen sollten gefragt werden, ob sie stark schnarchen, im Schlaf Atemaussetzer haben und tagsüber müde sind.
Sanner ( MMW 23, 2004, 49). Bei der Entdeckung der Schlafapnoe helfen Fragebögen, wie sie in der Leitlinie “Müdigkeit” der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (www.degam.de) und in der Leitlinie ” Nicht erholsamer Schlaf ” der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (www.dsg.de) empfohlen werden. Bei Verdacht auf eine Schlafapnoe empfielt Sanner eine ambulante Apnoe-Untersuchung, wie sie Lungenfachärzte anbieten. Ein pathologischer Befund ist eine Indikation zur Überweisung an ein Schlaflabor.

Reference: Bluthochdruck und Schlafapnoe