Bluthochdruck und Renin-Angiotensin-System

Therapeutisch kann heute ( 2009) in folgenden Bereichen in das Renin – Angiotensin-System eingegriffen werden:

Betablocker: Durch die Anregung – Stimulation von ß1 Adrenozeptoren der Niere wird vermehrt Renin in der Niere ausgeschüttet.
Durch die Blockierung dieser Rezeptoren durch sog. ß1 selektive Betablocker kommt es zu einer verminderten Ausschüttung von Renin. Dieser
Mechanismus soll etwa ein Drittel bis ein Viertel der Wirkung der selektiven Betablocker ausmachen.

Direkte Reninhemmer: Diese Wirkgruppe greifen ganz am Anfang der Kaskade ein. Reninhemmer Blockieren die Umwandlung von Angiotensinogen in Angiotensin durch die Hemmung des Rezeptors für Renin, welches diesen Umwandlungsprozess steuert. ( Medikament : Aliskiren – Rasilez)

ACE Hemmer: Sie hemmen die Bildung des physiologisch aktiven Angiotensin II aus Angiotensin I durch das Angiotensin Converting Enzyme (ACE) . Medikamente, welche hier eingreifen, werden ACE Hemmer genannt . (z.B. Lisinopril oder Ramipril )

AT1 Blocker(Sartane): Sie blockieren einen Rezeptor- den AT1 Rezeptor  für das Angiotensin II, welches dann nur noch den AT2 Rezeptor anregen kann. (z.B. Diovan – Valsartan oder Lorzaar – Losartan)

Aldosteronblockade: Aldosteron fördert u.a. den Aufbau von Natrium – und Kaliumkanälen in der Zellmembran der Nieren.  Damit kommt es zu einer Rückaufnahme von Natriumionen und zu einer Ausscheidung von Kaliumionen.
Blockiert werden kann dieser Vorgang durch z.B. Spironolacton (prodrug für Canrenon) und Eplerenon, womit es zu einer Hemmung von Natriumaufnahme und einer Hemmung der Kaliumabgabe kommt.

Reference: Bluthochdruck und Renin-Angiotensin-System