Bluthochdruck und Lithiumbehandlung

Was ist bei der Bluthochdruckbehandlung von  Lithiumtherapiepatienten zu beachten ?

Die Lithiumtransportmechanismen reagieren empfindlich auf Störungen des Natrium- und Kaliumhaushaltes.Deshalb können Veränderungen der Nierenfunktion etwa durch Gabe von ACE- Hemmern, Diuretika oder Antirheumatika zu Vergiftungen führen. Akute Vergiftungserscheinungen  bestehen in Übelkeit, Erbrechen, Tremor(Zittern), Muskelschwäche und Koma. Bei chronischer Vergiftung können Anämie(Blutarmut) und Schilddrüsenunterfunktion hinzukommen, sowie ein Lithium induzierter  Diabetes insipidus mit Volumenmangel bis hin zu Schock und Nierenversagen. Frank Martens, Der Notarzt 2003; 19: 32 – 33

Die therapeutischen Lithium-Serumkonzentrationen  liegen bei 0,6 bis 1,2 mmol/l. Schon ab 1,5 mmol/l drohen Vergiftungserscheinungen.

FAZIT: Wichtig ist die gewissenhafte Überwachung sowohl der Bluthochdruckbehandlung wie auch des Lithiumspiegels in regelmäßigen Abständen.
Keinesfalls sollte weder die Bluthochdruckbehandlung noch die Lithiumbehandlung ohne Rücksprache mit den behandelnden Ärzten weder abgesetzt noch verändert werden.  (5/2003)

 

Reference: Bluthochdruck und Lithiumbehandlung