Bluthochdruck und Impfung gegen Bluthochddruck

Ein von Schweizer Wissenschaftlern entwickelter Impfstoff basiert auf dem Prinzip, dass das Immunsystem von Personen, die diesen Impfstoff erhalten, Antikörper gegen Angiotensin II entwickelt, einen der treibenden  neurohumoralen Faktoren des Bluthochdrucks.
In einer Pilotstudie impften die Schweizer Ärzte jetzt 72 Patienten mit leichter bis mäßiggradiger Hypertonie mit 300 µg dieses Impfstoffes. Die Impflinge der Verumgruppe reagierten mit einer dosisabhängigen  Antikörperbildung. Ihr Blutdruck sank im Vergleich zur Placebogruppe  signifikant. 14  Wochen nach der Impfung betrug die Differenz 5,6/2,8 mmHg.
Besonders positiv war, dass der Impfstoff einen sehr ausgeprägten Effekt in den frühen Morgenstunden aufwies, die aufgrund der erhöhten Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall besonders gefährlich sind. Im Vergleich zur Placebogruppe  lag der Blutdruck in den Stunden zwischen 5 und 8 Uhr morgens um 25/13 mmHg niedriger. (aus Herz 33 2008 Supplement )

Die Impfung richtet sich gegen das Hormon Angiotensin II, das für die Verengung von Gefäßen verantwortlich ist. Für das Serum werden Moleküle des Hormons in eine Virushülle verpackt. So wird ein großer Angiotensin-Komplex erzeugt, den das Abwehrsystem als körperfremd erkennt und angreift. Die Antikörper fischen dann das im Blut zirkulierende Angiotensin II heraus · Die schädigende Wirkung des Hormons – das Engstellen der Gefäße – bleibt aus. Der Blutdruck sinkt.

Reference: Bluthochdruck und Impfung gegen Bluthochddruck