Bluthochdruck und Dihydrogergotoxinmethanoslufonat (Hydergin(R))

Als heute nur noch selten eingesetzte Substanz zur Therapie der Hypertonie ist noch das Präparat Hydergin auf dem Markt. Als Sympatholytikum kann es eingesetzt werden bei Patienten mit Gefäßengstellungen der Hände und Beine im mikrovaskulären Bereich in niedrigen Dosierungen, wenn gleichzeitig ein Bluthochdruck vorliegt. Eingesetzt werden kann das Präparat überwiegend bei älteren Patienten. Als Nebeneffekt wird auch eine antidementive Wirkung beschrieben.
Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben:
Hydergin 1 mg/mi Tropflösung – Bei erhöhtem Blutdruck bei älteren
Patienten  3-mal täglich 40-53 Tropfen  (entsprechend 6-8 mg Wirkstoff pro Tag

13.1 Pharmakologische Eigenschaften
Die Hauptwirkung von Dihydroergotoxin besteht in einer zentralen und peripheren a-Sympatholyse. Dies führt u. a. zu einer Abnahme  des Gefäßtonus und damit zu einer Blutdrucksenkung. Diese Wirkung ist um so ausgeprägter, je stärker die Katecholamininduzierte Vasokonstriktion  zuvor war.
Dihydroergotoxin besitzt zentrale dopaminerge und serotoninerge  Eigenschaften. Uber seinen Noradrenalin-Antagonismus und seine gleichzeitig hemmende Wirkung auf die membranständige  cAMP-Phosphodiesterase  ökonomisiert Dihydroergotoxin den neuronalen Stoffwechsel und hält die Funktionalität des Neurons aufrecht. (2007)

Schließlich hemmt Dihydroergotoxin die Adrenalin-induzierte Thrombozyten-Aggregation und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes, speziell im Mikrozirkulationsbereich.

Reference: Bluthochdruck und Dihydrogergotoxinmethanoslufonat (Hydergin(R))