Bluthochdruck und Diabetes I

Nächtlicher Blutdruckanstieg – ein Risikofaktor für Diabetiker v.Typ I !?

N Engl J Med 2002;347:797-805 E. Lurbe et al.
Bei Typ I Diabetikern geht der Entwicklung der Mikroalbuminurie ein Anstieg d. systolischen (oberen) Blutdrucks während des Schlafs voraus. Bei einem normalen Blutdruckabfall während des Schlafs scheint die Progression (das Fortschreiten) von einer normalen Albuminausscheidung (Eiweißausscheidung) zu einer Mikroalbuminurie weniger wahrscheinlich.

FAZIT – eigene Meinung: Im Routinescreen bei Typ I Diabetikern sollte, wenn sich die Daten bestätigen, etwa alle ein bis zwei Jahre auch eine Langzeit-Blutdruck-Messung durchgeführt werden.
Sollte eine fehlenden Blutdruckabsenkung vorliegen, dann sollte auch schon mit einer Behandlung begonnen werden. Primär sollte nach meiner Ansicht ein ACE Hemmer genommen werden, welcher auch abends eingenommen werden kann.
Interessanterweise erfolgte die Ramiprileinnahme in der HOPE-Studie am Abend. Auf diesen ungewöhlichen Einnahmezeitpunkt wurde man erst hingewiesen, als eine Subgruppe der Studie veröffentlicht wurde.
Es handelte sich um die Diabetiker. Ramipril konnte auch bei dieser Gruppe deutlich positive Ergebnisse erzielen, was nach Studium der o.g. Studie noch besser verständlich wird.
Ramipril hat wohl keine eigene substanzspezifische Wirkung, sondern wirkt therapeutisch positiv wie alle anderen ACE Hemmer auch – sowohl auf den Blutdruck wie auch auf die gewebeständigen Rezeptoren durch ein vermindertes Angebot an Angiotensin II.

Reference: Bluthochdruck und Diabetes I