Bluthochdruck und Betablocker II

Aussagen der ESH 2009 zu Betablockern

UKPDS nach 20 Jahren: Kardiovaskuläre Ereignisse bei Diabetikern:
Im Vergleich waren der ACE Hemmer Captopril ähnlich wirksam wie der ß-Blocker Atenolol
Bei der Gesamtsterblichkeit waren die Daten für den ß-Blocker besser.

Nachteile in Diskussion:
Häufung neuer Diabetesfälle – insbesondere in Kombination mit Thiaziddiuretika bei Patienten mit metabolischem Syndrom und pathologischer oGT
Möglicherweise überschätztes Phänomen.
Grund: In Studien wurden zwar die Neufälle von Diabetes registriert aber nicht die Fälle, welche am Ende der Studie keine Diabetesdiagnose mehr hatten.
Insgesamt überwiegt jedoch das Neuauftreten eines Diabetes mellitus , was jedoch nicht für alle ß-Betablocker gelten muß.

ß-Blocker weniger wirksam in der
Verminderung der linksventr. Masse
IM Dicke der Carotiden
Aortensteifigkeit
Verhältnis Wand / Lumen bei kl. Arterien
Dadurch geringere cardioprotektive Wirkung langfristig denkbar

ß-Blocker mit Vasodilatation haben  weniger negative Eigenschaften:

Celiprolol:Senkt Aortensteifigkeit u.d.zentralen Pulsdruck;

Carvedilol:geringere Effekte auf HBA1c, Ges.Cholesterin u. TG sowie geringere Diabeteshäufigkeit gegenüber Metoprolol;seltener Mikroalbuminurie und Progression zur Proteinurie im Vergleich mit Metoprolol

Nebivolol:Gegenüber Atenolol geringere Bradykardie bei gleicher Drucksenkung; durch gleichzeitige Vasodilatation kommt es zu geringerem zentralen Blutdruck ;Im Vergleich mit Metoprolol verbessert Nebivolol die Insulinsensitivität. Gleicher metabolischer Effekt wie ein ACE Hemmer . Kein häufigeres Auftreten von Diabetes im Vergleich mit Placebo. Verbesserung der coronaren Flußreserve und der links ventrikulären Füllung bei hypertensiven Herzen.

Reference: Bluthochdruck und Betablocker II