Arterielle Verschlusskrankeit und Bluthochdruckbehandlung

Lange Zeit galt die Behandlung von  AVK-Patienten mit Betablockern als kontraindiziert (nicht zulässig, da schädlich).
Diese Sicht hat sich vollständig geändert, nachdem in verschiedenen Untersuchungen gezeigt werden konnte, daß eine Betablockermedikation, z.B. von Atenolol im mittleren Dosisbereich weder die Hautdurchblutung noch die Gehstrecke auf dem Laufband negativ beeinflußt hat (sehr gute Übersicht der Behandlung der AVK in N Engl J M 2001;344;1608-22).

Auch Nifedipin hat keinen negativen Effekt gehabt. Nur die Kombination aus beiden Medikamenten hat die Laufbandleistung um 9% vermindert. Auch andere Betablocker hatten keine wesentlich negativen Wirkungen auf die AVK.

Trotzdem sollte eine Behandlung, insbesondere bei sehr schwerer arterieller Verschlußkrankheit, immer mit einer gewissen Vorsicht durchgeführt werden. Wichtig ist immer die Frage nach der Verschlechterung der Gehstrecke und/oder nach dem Auftreten von vermehrt kalten Füßen. Im Zweifel sollten immer Dosisreduzierungen versucht und weitere dopplersonographische Unter-
suchungen durchgeführt werden.

Reference: Arterielle Verschlusskrankeit und Bluthochdruckbehandlung