Arterielle Verschlusskrankeit und Bluthochddruck. Besteht ein Zusammenhang ?

Die arterielle periphere (d.h. die Beine betreffend) Verschlußkrankheit (AVK) wird bei Bluthochdruckerkrankten etwa zweimal häufiger als bei Menschen mit normalem Blutdruck angetroffen (in manchen Studien ist die Häufigkeit noch größer ).

An der Entstehung können noch zusätzliche Risiken beteiligt sein wie Rauchen und Diabetes mellitus. Dann steigt das Erkrankungsrisiko nochmals steil an.

Eine sehr gute Übersicht zur medikamentösen Behandlung der AVK findet sich im New England Journal 2001;344;1608-22.

Es ist zwar bewiesen, daß Bluthochdruck ein wichtiger Risikofaktor für die arterielle Verschlußkrankheit ist, aber leider gibt es bislang keine Daten, welche belegen, daß eine Behandlung der Hypertonie eine Änderung der arteriellen Verschlußkrankheit bewirkt.

Es ist weder belegt, daß das Fortschreiten der Erkankung gehemmt wird, noch ob das Risiko des Auftretens einer Claudicatio (Schaufensterkrankheit) gemindert wird.

Da das Auftreten einer arteriellen Verschlußkrankheit mit einem sehr hohen Risiko verbunden ist, daß andere Gefäßleiden wie Herzinfarkt und Schlaganfall auftreten, sollten diese Patienten ebenso wie Patienten mit einer Herzkranzgefäßerkrankung
behandelt werden. Es sollte eine intensive sog. Sekunkärprophylaxe (sekundär –> nach Auftreten einer Erkankung) erfolgen, d.h. die Einstellung von Fehlernährung, Gewicht, Bluthochdruck, Blutfetten, Diabetes,Hyperhomocysteinämie, etc. und die Änderung des “Lifestyles” mit mehr körperlicher Bewegung.

Reference: Arterielle Verschlusskrankeit und Bluthochddruck